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		<title>Fuldawiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<subtitle>Aus Fuldawiki</subtitle>
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		<id>http://fuldawiki.de/fd/index.php?title=Der_Krieg_Perus_gegen_die_Ind%C3%83%C2%ADgenas</id>
		<title>Der Krieg Perus gegen die IndÃ­genas</title>
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				<updated>2009-06-13T16:17:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;217.230.64.62:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;='''Der Krieg Perus gegen die Indígenas'''=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer der Reihe und trotzdem dringend: &lt;br /&gt;
Eilaktion zu Peru aufgrund aktueller Ereignisse. &lt;br /&gt;
Die Eilaktion kann gleich online ausgefüllt werden: [http://www.chiapas98.de/ua.php?id=38]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hintergrundinfos''' &lt;br /&gt;
Am 05.06.2009 kamen mindestens 38 Menschen bei der Räumung einer Straßenblockade von Indígenas in Bagua/Peru ums Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel geht auf den Hintergrund des Massakers ein und zeigt Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven auf. Er dient als Hintergrundinformation für unten stehende Eilaktion und wurde auf indymedia veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 9.April&lt;br /&gt;
finden im peruanischen Amazonasgebiet starke Proteste und&lt;br /&gt;
direkte Aktionen von Indígenas statt, um gegen neue Gesetze der&lt;br /&gt;
Regierung Garcia vorzugehen, welche sie fundamentaler Rechte beraubt&lt;br /&gt;
und die Ansiedlung von Ölfirmen in ihren Stammesgebieten forciert.&lt;br /&gt;
Dabei geht es u.a. um Freihandelsabkommen mit den USA und Ausbeutung&lt;br /&gt;
von Ölvorkommen durch den britisch-französisch Konzern Perenco. Die&lt;br /&gt;
Indígenas wehren sich gegen ihre Enteignung, die Zerstörung des&lt;br /&gt;
Regenwaldes durch die Ölförderungen und fordern das Recht auf eine&lt;br /&gt;
eigenständige und nachhaltige Entwicklung. Ihre Forderungen&lt;br /&gt;
untermauerten sie mit Blockaden von Straßen und Flüssen, um Arbeiter&lt;br /&gt;
der Ölfirmen nicht zu den Bohrstellen zu lassen. Zuerst ignorierte&lt;br /&gt;
die Regierung Garcia bewußt die Mobilisierung und Forderungen der&lt;br /&gt;
Indígenas und hoffte, die Bewegung würde sich tot laufen. Am 04. Mai&lt;br /&gt;
durchbrach ein Kanonenboot des Militärs zusammen mit mindestens einem&lt;br /&gt;
Boot des britisch-französischen Ölkonzerns Perenco eine Blockade auf&lt;br /&gt;
dem Napo-Fluss, einem der wichtigsten Zuflüsse des Amazonas. Am 09.&lt;br /&gt;
Mai verhängte die Regierung den Ausnahmezustand über die Staaten&lt;br /&gt;
Loreto, Amazonas, Cusco, und Ucayali nachdem ein Tag zuvor die&lt;br /&gt;
wichtigsten Indígena-Organisation Aidesep eine Radikalisierung ihrer&lt;br /&gt;
Aktionen angekündigt hatte. Dabei ist der Ausnahmezustand als ?&lt;br /&gt;
Kriegserklärung? gegen jene, ?die den Lauf der Geschichte ändern&lt;br /&gt;
wollen? zu verstehen, so Roger Rumrrill. Eine Lizenz für die&lt;br /&gt;
Regierung, die Indigenen mit Gewalt zu unterdrücken. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
diffamierte die Regierung die Bewegung der Indígenas medial als ?&lt;br /&gt;
unwissend?. Am Freitag den 05. Juni wurde bei der Räumung einer&lt;br /&gt;
friedlichen Straßenblockade von bis zu 5000 Indígenas in der Nähe der&lt;br /&gt;
Stadt Bagua Schußwaffen, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt, so&lt;br /&gt;
das die Situation eskalierte. Die Polizei feuerte aus einem&lt;br /&gt;
Hubschrauber auf die Blockierenden und in der Stadt Bagua schossen&lt;br /&gt;
Scharfschützen auf Indígenas. Die Indígenas verteidigten sich mit&lt;br /&gt;
erbeuteten Waffen von der Polizei, wobei sie jedoch vor der&lt;br /&gt;
Konfrontation unbewaffnet waren. Im Zuge der Auseinandersetzungen&lt;br /&gt;
kamen mindestens 28 Protestierende und 10 Polizisten um Leben,&lt;br /&gt;
mindestens 150 weitere Menschen wurden verletzt. Dabei ist es möglich,&lt;br /&gt;
das die Zahl der Opfer noch größer ist, da die Polizei Leichen&lt;br /&gt;
verbrannt und beseitigt haben soll. Unter den Opfern der Protestierende&lt;br /&gt;
n sind mindestens drei Kinder und zwei nicht-indigene Anwohner aus&lt;br /&gt;
Bagua. Nach dem Massaker von Bagua besetzten empörte Menschen eine&lt;br /&gt;
Ölförderanlage in der Nähe dieser Stadt und brachten zeitweilig 38&lt;br /&gt;
Polizisten in ihre Gewalt, um ein Ende des Polizeieinsatzes zu&lt;br /&gt;
fordern. Als die Polizei am Sonnabend versuchte, die Gefangenen zu&lt;br /&gt;
befreien, kamen Behördenangaben zufolge neun Polizisten ums Leben, 22&lt;br /&gt;
konnten befreit werden, sieben wurden zunächst vermißt. Ein&lt;br /&gt;
Mitarbeiter der sehr aktiven Internetseite Intercontinetal Cry&lt;br /&gt;
schreibt in seinem Mikroblog folgendes @indigenous_news ?We must look&lt;br /&gt;
at the big picture. Bagua is not isolated. The same violence is&lt;br /&gt;
happening in dozens of countries. I could list them?. Die Quintessenz&lt;br /&gt;
dieser Tragödie ist, das der fossile Kapitalismus sich immer weiter&lt;br /&gt;
ausdehnt und in dreierlei Hinsicht tötet: 1. Die Menschen mit ihrer&lt;br /&gt;
einzigartigen Kultur sterben durch Repression und autoritärer&lt;br /&gt;
Formierung kapitalistischer Interessen. Damit stirbt auch Stück für&lt;br /&gt;
Stück die Möglichkeit von diesen nachhaltige Kulturen jenseits Mark&lt;br /&gt;
und Staat (ohne Romantisierung) lernen zu können. 2. Des Regenwald&lt;br /&gt;
wird durch Ölverschmutzung, Erzabbau und Holzeinschlag zerstört und&lt;br /&gt;
dient so nicht mehr als CO2-Speicher und Schatz der Artenvielfalt,&lt;br /&gt;
wodurch das Ökosystem der Erde weiter destabilisiert wird. 3. Durch&lt;br /&gt;
Ausbeutung der Öl und Gasreserven im Regenwald wird der Klimawandel&lt;br /&gt;
weiter angeheizt, was unberechenbare Folgen hat. &lt;br /&gt;
 -----------------&lt;br /&gt;
''' Protest-Brief''' &lt;br /&gt;
(spanische Version auf Website) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Präsidenten der Republik Peru Alan García &lt;br /&gt;
An den Botschafter Perus in Berlin José Luis Pérez Sánchez-Cerro &lt;br /&gt;
An die Mitglieder der peruanischen Regierung&lt;br /&gt;
An das peruanische Volk im Widerstand &lt;br /&gt;
Mit Bestürzung mussten wir feststellen, das sich die Situation im peruanischem Regenwaldgebiet immer weiter verschärft. &lt;br /&gt;
Schon seit Jahren versuchen Indigene,&lt;br /&gt;
Kleinbauern und andere Bewohner des Waldes diesen vor dem Zugriff&lt;br /&gt;
transnationaler Konzerne und Großgrundbesitzer zu schützen. Mehr als&lt;br /&gt;
300.000 Menschen sind in Peru direkt vom Regenwald abhängig. Doch die&lt;br /&gt;
peruanische Regierung unter Alan Garcia hat das Ziel, den Regenwald&lt;br /&gt;
faktisch zu privatisieren. Mehrere Regierungsdekrete gefährden die&lt;br /&gt;
Selva Amazónica, darunter das Gesetz &amp;quot;Ley de Promoción de la&lt;br /&gt;
Inversion Privada en Reforestación y Agroforestación&amp;quot; (DL 1090), mit&lt;br /&gt;
dessen Hilfe mehr als 40.000 Hektar Regenwaldgebiet an transnationale&lt;br /&gt;
Konzerne und Privatpersonen übergeben werden können. Die Konzessionen&lt;br /&gt;
gelten 40 Jahre, danach können sie verlängert werden. Dies bedeutet&lt;br /&gt;
den Ausverkauf der Natur! Angeblich sollen nur &amp;quot;degradierte&amp;quot;&lt;br /&gt;
Waldgebiete gekauft werden können, jedoch erfolgt die Vergabe der&lt;br /&gt;
Konzessionen ohne jegliche Prüfung: weder, ob der Wald degradiert ist&lt;br /&gt;
oder nicht, noch ob Menschen im betroffenem Gebiet leben. Dies&lt;br /&gt;
gefährdet also nicht nur ein wertvolles Ökosystem, sondern auch die&lt;br /&gt;
Lebensgrundlage vieler tausend Menschen. Eine weitere Gefahr für den&lt;br /&gt;
Regenwald und dessen Bewohner ist die Erdöl- und Erdgasförderung.&lt;br /&gt;
Mitglieder der Regierung betonen immer wieder, das dies für die&lt;br /&gt;
peruanische Wirtschaft überlebenswichtig sei. Doch weit mehr als die&lt;br /&gt;
Hälfte des Geldes fließt ins Ausland, der Rest verbleibt bei den&lt;br /&gt;
Mächtigen des Landes. Die lokale Bevölkerung jedoch sieht von diesem &amp;quot;&lt;br /&gt;
Schatz&amp;quot; nur die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage, Vertreibung und Mord. Und wenn die Menschen dann auf die Straße gehen um friedlich zu&lt;br /&gt;
protestieren, werden sie von der Regierung öffentlich als Terroristen&lt;br /&gt;
beschimpft und verfolgt. Dabei ist es die Regierung selbst, die sich&lt;br /&gt;
an die eigenen Gesetze nicht hält. Beispielsweise verstößt sie gegen&lt;br /&gt;
das Nationale Umweltgesetz (&amp;quot;Ley General del Ambiente&amp;quot;), welches zum&lt;br /&gt;
Beispiel im Artikel 1 sagt &amp;quot;Jede Person hat das Recht in einer&lt;br /&gt;
gesunden Umwelt zu leben...&amp;quot;. Artikel 3 betont, &amp;quot;jede Person hat das&lt;br /&gt;
Recht sich verantwortungsvoll in Entscheidungsprozessen zu beteiligen.&lt;br /&gt;
..&amp;quot; und Artikel 70 besagt &amp;quot;In der Gestaltung der Umweltpolitik und im&lt;br /&gt;
Prozessen der Territorialen Neuordnung müssen die Rechte der&lt;br /&gt;
indigenen Völker, kleinbäuerlichen Gemeinden und anderen Einheimischen&lt;br /&gt;
gemäß der Verfassung und internationaler Verträge, die vom Staat&lt;br /&gt;
ratifiziert wurden, eingehalten werden....&amp;quot;. Die Liste könnte endlos&lt;br /&gt;
weiter verlängert werden. Die Verfassungskommission des Peruanischen&lt;br /&gt;
Parlamentes hat bereits zahlreiche Dekrete aus dem letztem Jahr, die&lt;br /&gt;
ohne Zustimmung des Parlaments verabschiedet worden waren, als&lt;br /&gt;
verfassungswidrig erklärt und betont, das die Rechte der indigenen&lt;br /&gt;
Völker eingehalten werden müssen. Bis jetzt ist aber noch nicht&lt;br /&gt;
einmal eine Konsultion der betroffenen Völker erfolgt. Die aktuelle&lt;br /&gt;
Situation in Amazonien, wie die Ermordung von Demonstranten und&lt;br /&gt;
Polizisten in Bagua, sind besorgniserregend. Daher fordern wir die&lt;br /&gt;
Peruanische Regierung auf: 1. Das Dekret 1090 und die anderen&lt;br /&gt;
verfassungswidrigen Dekrete zurückzunehmen, auf die Privatisierung&lt;br /&gt;
des Regenwaldes zu verzichten und dafür zu sorgen, das die Zerstörung&lt;br /&gt;
des Waldes gestoppt wird. 2. Die Freilassung der politischen&lt;br /&gt;
Häftlinge, deren einziges ?Verbrechen? darin bestand, für den Erhalt&lt;br /&gt;
des Waldes zu kämpfen. 3. Stopp der Gewalt der Polizei und des&lt;br /&gt;
Militärs gegen die Zivilbevölkerung. Es dürfen keine weiteren&lt;br /&gt;
Zivilisten ermordet werden! 4. Das Ende aller Arten von Repression&lt;br /&gt;
gegen die Protestierenden. Menschen, die die Natur und damit ihre&lt;br /&gt;
Lebensgrundlage schützen wollen, sind KEINE Terroristen! 5.&lt;br /&gt;
Einhaltung der peruanischen Umweltgesetze und der Menschenrechte! 6.&lt;br /&gt;
Aufnahme eines friedlichen Dialoges mit den Protestierenden um eine&lt;br /&gt;
akzeptable Lösung für beide Seiten zu finden. 7. Ende des Rassismus&lt;br /&gt;
gegen die indigene Bevölkerung Perus! Desweiteren fordern wir auch&lt;br /&gt;
die Protestierenden auf, auf Gewalt zu verzichten um ein weiteres&lt;br /&gt;
Eskalieren der Situation zu vermeiden. Wir bekunden hiermit unsere&lt;br /&gt;
Solidarität mit dem Protest der Amazonas-Völker gegen die Zerstörung&lt;br /&gt;
des Regenwaldes. &lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüßen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-------------------------&lt;br /&gt;
Postadressen: Für die ganz fleißigen unter Euch gibts auch Post-&lt;br /&gt;
Adressen: &lt;br /&gt;
Presidente Alan GarcÌa, &lt;br /&gt;
Despacho Presidencial &lt;br /&gt;
Jiron de la&lt;br /&gt;
Union S/N 1 cda Lima 1, Peru &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Botschaft von Peru Sr. J. L. Pérez&lt;br /&gt;
Sanchez-Cerro Mohrenstraße 42 &lt;br /&gt;
10117 Berlin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerio de Defensa Sr.&lt;br /&gt;
Antero Flores Araoz &lt;br /&gt;
Av. Arequipa 291 &lt;br /&gt;
Lima 01 Peru &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerio del Interior Sra. Mercedes Cabanillas &lt;br /&gt;
Bustamante Plaza 30 &lt;br /&gt;
de Agosto s/n Urb. Corpac San Isidro &lt;br /&gt;
Lima Peru M&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerio de Justicia del Peru &lt;br /&gt;
Sra. Rosario Fernandez Figueroa Carlos Tenaud &lt;br /&gt;
cuadra 3 s/n Miraflores,&lt;br /&gt;
Lima 18 Peru &lt;br /&gt;
Quelle: [http://de.indymedia.org/2009/06/252770.shtml]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.230.64.62</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://fuldawiki.de/fd/index.php?title=Der_Krieg_Perus_gegen_die_Ind%C3%83%C2%ADgenas</id>
		<title>Der Krieg Perus gegen die IndÃ­genas</title>
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				<updated>2009-06-13T16:09:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;217.230.64.62:&amp;#32;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Der Krieg Perus gegen die Indígenas'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer der Reihe und trotzdem dringend: &lt;br /&gt;
Eilaktion zu Peru aufgrund aktueller Ereignisse. &lt;br /&gt;
Die Eilaktion kann gleich online ausgefüllt werden: [http://www.chiapas98.de/ua.php?id=38]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hintergrundinfos''' &lt;br /&gt;
Am 05.06.2009 kamen mindestens 38 Menschen bei der Räumung einer Straßenblockade von Indígenas in Bagua/Peru ums Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel geht auf den Hintergrund des Massakers ein und zeigt Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven auf. Er dient als Hintergrundinformation für unten stehende Eilaktion und wurde auf indymedia veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 9.April&lt;br /&gt;
finden im peruanischen Amazonasgebiet starke Proteste und&lt;br /&gt;
direkte Aktionen von Indígenas statt, um gegen neue Gesetze der&lt;br /&gt;
Regierung Garcia vorzugehen, welche sie fundamentaler Rechte beraubt&lt;br /&gt;
und die Ansiedlung von Ölfirmen in ihren Stammesgebieten forciert.&lt;br /&gt;
Dabei geht es u.a. um Freihandelsabkommen mit den USA und Ausbeutung&lt;br /&gt;
von Ölvorkommen durch den britisch-französisch Konzern Perenco. Die&lt;br /&gt;
Indígenas wehren sich gegen ihre Enteignung, die Zerstörung des&lt;br /&gt;
Regenwaldes durch die Ölförderungen und fordern das Recht auf eine&lt;br /&gt;
eigenständige und nachhaltige Entwicklung. Ihre Forderungen&lt;br /&gt;
untermauerten sie mit Blockaden von Straßen und Flüssen, um Arbeiter&lt;br /&gt;
der Ölfirmen nicht zu den Bohrstellen zu lassen. Zuerst ignorierte&lt;br /&gt;
die Regierung Garcia bewußt die Mobilisierung und Forderungen der&lt;br /&gt;
Indígenas und hoffte, die Bewegung würde sich tot laufen. Am 04. Mai&lt;br /&gt;
durchbrach ein Kanonenboot des Militärs zusammen mit mindestens einem&lt;br /&gt;
Boot des britisch-französischen Ölkonzerns Perenco eine Blockade auf&lt;br /&gt;
dem Napo-Fluss, einem der wichtigsten Zuflüsse des Amazonas. Am 09.&lt;br /&gt;
Mai verhängte die Regierung den Ausnahmezustand über die Staaten&lt;br /&gt;
Loreto, Amazonas, Cusco, und Ucayali nachdem ein Tag zuvor die&lt;br /&gt;
wichtigsten Indígena-Organisation Aidesep eine Radikalisierung ihrer&lt;br /&gt;
Aktionen angekündigt hatte. Dabei ist der Ausnahmezustand als ?&lt;br /&gt;
Kriegserklärung? gegen jene, ?die den Lauf der Geschichte ändern&lt;br /&gt;
wollen? zu verstehen, so Roger Rumrrill. Eine Lizenz für die&lt;br /&gt;
Regierung, die Indigenen mit Gewalt zu unterdrücken. Gleichzeitig&lt;br /&gt;
diffamierte die Regierung die Bewegung der Indígenas medial als ?&lt;br /&gt;
unwissend?. Am Freitag den 05. Juni wurde bei der Räumung einer&lt;br /&gt;
friedlichen Straßenblockade von bis zu 5000 Indígenas in der Nähe der&lt;br /&gt;
Stadt Bagua Schußwaffen, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt, so&lt;br /&gt;
das die Situation eskalierte. Die Polizei feuerte aus einem&lt;br /&gt;
Hubschrauber auf die Blockierenden und in der Stadt Bagua schossen&lt;br /&gt;
Scharfschützen auf Indígenas. Die Indígenas verteidigten sich mit&lt;br /&gt;
erbeuteten Waffen von der Polizei, wobei sie jedoch vor der&lt;br /&gt;
Konfrontation unbewaffnet waren. Im Zuge der Auseinandersetzungen&lt;br /&gt;
kamen mindestens 28 Protestierende und 10 Polizisten um Leben,&lt;br /&gt;
mindestens 150 weitere Menschen wurden verletzt. Dabei ist es möglich,&lt;br /&gt;
das die Zahl der Opfer noch größer ist, da die Polizei Leichen&lt;br /&gt;
verbrannt und beseitigt haben soll. Unter den Opfern der Protestierende&lt;br /&gt;
n sind mindestens drei Kinder und zwei nicht-indigene Anwohner aus&lt;br /&gt;
Bagua. Nach dem Massaker von Bagua besetzten empörte Menschen eine&lt;br /&gt;
Ölförderanlage in der Nähe dieser Stadt und brachten zeitweilig 38&lt;br /&gt;
Polizisten in ihre Gewalt, um ein Ende des Polizeieinsatzes zu&lt;br /&gt;
fordern. Als die Polizei am Sonnabend versuchte, die Gefangenen zu&lt;br /&gt;
befreien, kamen Behördenangaben zufolge neun Polizisten ums Leben, 22&lt;br /&gt;
konnten befreit werden, sieben wurden zunächst vermißt. Ein&lt;br /&gt;
Mitarbeiter der sehr aktiven Internetseite Intercontinetal Cry&lt;br /&gt;
schreibt in seinem Mikroblog folgendes @indigenous_news ?We must look&lt;br /&gt;
at the big picture. Bagua is not isolated. The same violence is&lt;br /&gt;
happening in dozens of countries. I could list them?. Die Quintessenz&lt;br /&gt;
dieser Tragödie ist, das der fossile Kapitalismus sich immer weiter&lt;br /&gt;
ausdehnt und in dreierlei Hinsicht tötet: 1. Die Menschen mit ihrer&lt;br /&gt;
einzigartigen Kultur sterben durch Repression und autoritärer&lt;br /&gt;
Formierung kapitalistischer Interessen. Damit stirbt auch Stück für&lt;br /&gt;
Stück die Möglichkeit von diesen nachhaltige Kulturen jenseits Mark&lt;br /&gt;
und Staat (ohne Romantisierung) lernen zu können. 2. Des Regenwald&lt;br /&gt;
wird durch Ölverschmutzung, Erzabbau und Holzeinschlag zerstört und&lt;br /&gt;
dient so nicht mehr als CO2-Speicher und Schatz der Artenvielfalt,&lt;br /&gt;
wodurch das Ökosystem der Erde weiter destabilisiert wird. 3. Durch&lt;br /&gt;
Ausbeutung der Öl und Gasreserven im Regenwald wird der Klimawandel&lt;br /&gt;
weiter angeheizt, was unberechenbare Folgen hat. &lt;br /&gt;
 -----------------&lt;br /&gt;
''' Protest-Brief''' &lt;br /&gt;
(spanische Version auf Website) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Präsidenten der Republik Peru Alan García &lt;br /&gt;
An den Botschafter Perus in Berlin José Luis Pérez Sánchez-Cerro &lt;br /&gt;
An die Mitglieder der peruanischen Regierung&lt;br /&gt;
An das peruanische Volk im Widerstand &lt;br /&gt;
Mit Bestürzung mussten wir feststellen, das sich die Situation im peruanischem Regenwaldgebiet immer weiter verschärft. &lt;br /&gt;
Schon seit Jahren versuchen Indigene,&lt;br /&gt;
Kleinbauern und andere Bewohner des Waldes diesen vor dem Zugriff&lt;br /&gt;
transnationaler Konzerne und Großgrundbesitzer zu schützen. Mehr als&lt;br /&gt;
300.000 Menschen sind in Peru direkt vom Regenwald abhängig. Doch die&lt;br /&gt;
peruanische Regierung unter Alan Garcia hat das Ziel, den Regenwald&lt;br /&gt;
faktisch zu privatisieren. Mehrere Regierungsdekrete gefährden die&lt;br /&gt;
Selva Amazónica, darunter das Gesetz &amp;quot;Ley de Promoción de la&lt;br /&gt;
Inversion Privada en Reforestación y Agroforestación&amp;quot; (DL 1090), mit&lt;br /&gt;
dessen Hilfe mehr als 40.000 Hektar Regenwaldgebiet an transnationale&lt;br /&gt;
Konzerne und Privatpersonen übergeben werden können. Die Konzessionen&lt;br /&gt;
gelten 40 Jahre, danach können sie verlängert werden. Dies bedeutet&lt;br /&gt;
den Ausverkauf der Natur! Angeblich sollen nur &amp;quot;degradierte&amp;quot;&lt;br /&gt;
Waldgebiete gekauft werden können, jedoch erfolgt die Vergabe der&lt;br /&gt;
Konzessionen ohne jegliche Prüfung: weder, ob der Wald degradiert ist&lt;br /&gt;
oder nicht, noch ob Menschen im betroffenem Gebiet leben. Dies&lt;br /&gt;
gefährdet also nicht nur ein wertvolles Ökosystem, sondern auch die&lt;br /&gt;
Lebensgrundlage vieler tausend Menschen. Eine weitere Gefahr für den&lt;br /&gt;
Regenwald und dessen Bewohner ist die Erdöl- und Erdgasförderung.&lt;br /&gt;
Mitglieder der Regierung betonen immer wieder, das dies für die&lt;br /&gt;
peruanische Wirtschaft überlebenswichtig sei. Doch weit mehr als die&lt;br /&gt;
Hälfte des Geldes fließt ins Ausland, der Rest verbleibt bei den&lt;br /&gt;
Mächtigen des Landes. Die lokale Bevölkerung jedoch sieht von diesem &amp;quot;&lt;br /&gt;
Schatz&amp;quot; nur die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage, Vertreibung und Mord. Und wenn die Menschen dann auf die Straße gehen um friedlich zu&lt;br /&gt;
protestieren, werden sie von der Regierung öffentlich als Terroristen&lt;br /&gt;
beschimpft und verfolgt. Dabei ist es die Regierung selbst, die sich&lt;br /&gt;
an die eigenen Gesetze nicht hält. Beispielsweise verstößt sie gegen&lt;br /&gt;
das Nationale Umweltgesetz (&amp;quot;Ley General del Ambiente&amp;quot;), welches zum&lt;br /&gt;
Beispiel im Artikel 1 sagt &amp;quot;Jede Person hat das Recht in einer&lt;br /&gt;
gesunden Umwelt zu leben...&amp;quot;. Artikel 3 betont, &amp;quot;jede Person hat das&lt;br /&gt;
Recht sich verantwortungsvoll in Entscheidungsprozessen zu beteiligen.&lt;br /&gt;
..&amp;quot; und Artikel 70 besagt &amp;quot;In der Gestaltung der Umweltpolitik und im&lt;br /&gt;
Prozessen der Territorialen Neuordnung müssen die Rechte der&lt;br /&gt;
indigenen Völker, kleinbäuerlichen Gemeinden und anderen Einheimischen&lt;br /&gt;
gemäß der Verfassung und internationaler Verträge, die vom Staat&lt;br /&gt;
ratifiziert wurden, eingehalten werden....&amp;quot;. Die Liste könnte endlos&lt;br /&gt;
weiter verlängert werden. Die Verfassungskommission des Peruanischen&lt;br /&gt;
Parlamentes hat bereits zahlreiche Dekrete aus dem letztem Jahr, die&lt;br /&gt;
ohne Zustimmung des Parlaments verabschiedet worden waren, als&lt;br /&gt;
verfassungswidrig erklärt und betont, das die Rechte der indigenen&lt;br /&gt;
Völker eingehalten werden müssen. Bis jetzt ist aber noch nicht&lt;br /&gt;
einmal eine Konsultion der betroffenen Völker erfolgt. Die aktuelle&lt;br /&gt;
Situation in Amazonien, wie die Ermordung von Demonstranten und&lt;br /&gt;
Polizisten in Bagua, sind besorgniserregend. Daher fordern wir die&lt;br /&gt;
Peruanische Regierung auf: 1. Das Dekret 1090 und die anderen&lt;br /&gt;
verfassungswidrigen Dekrete zurückzunehmen, auf die Privatisierung&lt;br /&gt;
des Regenwaldes zu verzichten und dafür zu sorgen, das die Zerstörung&lt;br /&gt;
des Waldes gestoppt wird. 2. Die Freilassung der politischen&lt;br /&gt;
Häftlinge, deren einziges ?Verbrechen? darin bestand, für den Erhalt&lt;br /&gt;
des Waldes zu kämpfen. 3. Stopp der Gewalt der Polizei und des&lt;br /&gt;
Militärs gegen die Zivilbevölkerung. Es dürfen keine weiteren&lt;br /&gt;
Zivilisten ermordet werden! 4. Das Ende aller Arten von Repression&lt;br /&gt;
gegen die Protestierenden. Menschen, die die Natur und damit ihre&lt;br /&gt;
Lebensgrundlage schützen wollen, sind KEINE Terroristen! 5.&lt;br /&gt;
Einhaltung der peruanischen Umweltgesetze und der Menschenrechte! 6.&lt;br /&gt;
Aufnahme eines friedlichen Dialoges mit den Protestierenden um eine&lt;br /&gt;
akzeptable Lösung für beide Seiten zu finden. 7. Ende des Rassismus&lt;br /&gt;
gegen die indigene Bevölkerung Perus! Desweiteren fordern wir auch&lt;br /&gt;
die Protestierenden auf, auf Gewalt zu verzichten um ein weiteres&lt;br /&gt;
Eskalieren der Situation zu vermeiden. Wir bekunden hiermit unsere&lt;br /&gt;
Solidarität mit dem Protest der Amazonas-Völker gegen die Zerstörung&lt;br /&gt;
des Regenwaldes. &lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüßen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-------------------------&lt;br /&gt;
Postadressen: Für die ganz fleißigen unter Euch gibts auch Post-&lt;br /&gt;
Adressen: &lt;br /&gt;
Presidente Alan GarcÌa, &lt;br /&gt;
Despacho Presidencial &lt;br /&gt;
Jiron de la&lt;br /&gt;
Union S/N 1 cda Lima 1, Peru &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Botschaft von Peru Sr. J. L. Pérez&lt;br /&gt;
Sanchez-Cerro Mohrenstraße 42 &lt;br /&gt;
10117 Berlin &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerio de Defensa Sr.&lt;br /&gt;
Antero Flores Araoz &lt;br /&gt;
Av. Arequipa 291 &lt;br /&gt;
Lima 01 Peru &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerio del Interior Sra. Mercedes Cabanillas &lt;br /&gt;
Bustamante Plaza 30 &lt;br /&gt;
de Agosto s/n Urb. Corpac San Isidro &lt;br /&gt;
Lima Peru M&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ministerio de Justicia del Peru &lt;br /&gt;
Sra. Rosario Fernandez Figueroa Carlos Tenaud &lt;br /&gt;
cuadra 3 s/n Miraflores,&lt;br /&gt;
Lima 18 Peru &lt;br /&gt;
Quelle: [http://de.indymedia.org/2009/06/252770.shtml]&lt;/div&gt;</summary>
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