Stadtumbau West

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Spielplatz Wohnquartier Hirtsrain

Am Hirtsrain liegt im Wohnquartier ein kleiner Park mit Spielplatz, Parkplätzen und Entsorgungscontainern. 2008 wurden Hausbesitzer zur Vorstellung einer Umgestaltung des Platzes eingeladen. Die Gemeinden sind im Rahmen ihrer Planungshoheit für die Vorbereitung und Durchführung der städtebaulichen Maßnahmen zuständig. [1]

Im Januar 2010 stellte die Stadtbaurätin Frau Cornelia Zuschke den Anliegern den Plan im Rahmen des Bundesprogramms Stadtumbau West vor:

Januar 2010 Infoveranstaltung für Anlieger

Ersichtlich ist hier: Die Spielplatzfläche von 890 qm wird auf 1/3 der vorherigen Fläche reduziert. Im vorderen Bereich wird eine tieferliegende Rasenfläche angelegt. Desweiteren fallen Anliegerparkplätze weg. Auf Nachfragen erklärte die Stadtbaurätin, dass keine Kosten auf die Anlieger zu kämen, da die Aktion voll über das Bundesprogramm gefördert würde. Die Anlieger seien auch über eine Steuerungsgruppe vertreten. Diese Gruppe besteht aus ortsansässigen Architekten, Handwerkern etc. Die Besucher stellten fest, dass in dieser Begleitgruppe keine Frau vertreten ist, obwohl doch gerade beim Thema "Spielplatz" Frauen mit ihren Kindern die Nutzergruppe darstellen.

Vor geraumer Zeit wurde der Spielplatz unter Beteiligung von Kindern, dem sogenannten Spielplatzkompaß umgestaltet. In einem Bericht zum Spielplatzkompaß 2007 wird festgestellt: "Für die Innenstadt ergibt sich an Hand der Bevölkerungsstruktur nach dieser Berechnung ein Spielflächenbedarf von 8620 m², wobei 5952 m² zur Verfügung stehen. Danach sind weitere 2668 m² Spielfläche in der Innenstadt erforderlich."


Im gleichen Dokument wird klar, dass der Umbau der Anlage der Steigerung von Aufenthaltsqualität der umliegenden Seniorenheime dienen soll:

"Die teilweise unattraktive Gesamtanlage „Hirtsrain“ erfährt derzeit im Zusammenhang mit einem Beteiligungsprojekt eine Überplanung und Verbesserung. Dabei ist mittelfristig unter Beteiligung der in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnenden Nutzer (z. B. Seniorenheime) eine Weiterentwicklung zum Quartiersplatz geplant."

Wenige Wochen darauf ging es an die Umsetzung der Planungen. Mehrere Bäume, die den Planungen um Wege stehen wurden gefällt:

Februar 2010 Baumfällaktion Spielplatz Hirtsrain


Selbst die SPD Fraktion in Stadtparlament, die in allen Ausschüssen vertreten war und ist, schien damals keine Kenntnis von dem Projekt zu haben, sie kritisiert in einer Pressemitteilung die Baumfällaktion, geht aber auf die Hintergründe nicht ein [2]

Im Frühjahr 2011 - frisch in die Stadtverordnetenversammlung gewählt - stellten wir zwei Anfragen zum demokratischen Ablauf der Planung. Nach unserer Kenntnis wurde kein städtisches Gremium mit der Umgestaltung befasst.

Eine weitere Anfrage hat die Ausgestaltung zum Inhalt.

[Bearbeiten] Anfrage demokratische Entscheidungen Spielplatz Hirtsrain

Fulda, den 4.6.2011 Die Fraktion Die LINKE.Offene Liste fragt den Magistrat:

Im Mai 2011 wurde der neugestaltete Spielplatz „Am Hirtsrain“ feierlich eröffnet. Eine erste Information im Rahmen einer „Beteiligung“ fand im September 2008 statt. Dort wurden den eingeladenen Hauseigentümern im Viertel bereits konkrete Überlegungen u.a. von dem ausführenden Architekten vorgestellt. Eine zuvor stattgefundene Befragung der Anwohner, ob überhaupt eine Änderung der Anlage erfolgen sollte gab es nicht.

Anwohner und unsere Fraktion bitten um Beantwortung folgender Fragen:

1. Wann und durch wen erfolgten die Überlegungen den Platz umzugestalten, welche Gremien befassten sich im Jahr 2008 mit den Planungen und wo ist der Beschluss zu finden, der zu den Planungen im Jahr 2008 führte?

2. Welches Gremium hat die „Begleitgruppe“ nach welchen Kriterien zusammengestellt? Gibt es Protokolle der Bürgerbeteiligung und der Beteiligung der Begleitgruppe und wo sind diese einsehbar?

3. Welche Gremien der Stadt Fulda haben Bau, Auftragsvergaben und Kostenbeteiligung wann beschlossen?

4. Wie sind die Baukosten zwischen Bund/Land/Kommune verteilt, wo sind diese detailliert einsehbar und wie hoch sind dabei die Kosten, die die Stadt Fulda trägt?

[Bearbeiten] Planungsmängel Spielplatz Hirtsrain

Anwohner sagen Architekt und Stadtbaurätin die Meinung)
Im Mai 2011 wurde der neugestaltete Spielplatz „Am Hirtsrain“ feierlich eröffnet. Eine erste Information im Rahmen einer „Beteiligung“ fand im September 2008 statt. Neben einer weiteren Anfrage bzgl. damaliger demokratischer Planungsstrukturen, möchten wir Auskunft zu Mängeln in der Ausführung.

Bei der Eröffnung wurde von Anliegern harsche Kritik an der Gestaltung der fast 700 000 Euro teuren Anlage vorgebracht. Erhebliche Unfallgefahren werden gesehen. Auch in Leserbriefen wird die Kritik zum Ausdruck gebracht.


Anwohner und „Die Fraktion Die LINKE.Offene Liste“ bitten um Beantwortung folgender Fragen:

  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, angesprochene sicherheitsrelevante Mängel zu beheben?

Gesehen werden Gefährdungen z.B.

  • durch in Spielgeräte eingefasste große Stein-Findlinge,
  • Treppenanlagen mit scharfen Kanten,
  • eine Wiese zur Durchgangsstraße hin (Ballspiele!),
  • an zwei Seiten neben der Mauer ist ein offener Durchgang zur L3377, einer Straße mit überörtlicher Bedeutung (fehlende Umfriedung),
  • rauhe Oberflächen an Spielgeräten und Bänken (Holzsplitter),
  • umlaufende Pflasterung (Gefährdung kleiner Kinder durch radfahrende größere Kinder)
  • Entsprechen die Spielgeräte, insbesondere die Klettergerüste überprüften Sicherheitsnormen und ist die Spielplatzanlage mit den Prinzipien der Barrierefreiheit in Einklang zu bringen? (umlaufende Treppenanlagen)


  • Nach Ansicht von Nutzern werden Details wie z.B. neuartige Designerbänke als unpraktisch beschrieben: Die Sitzfläche sei zu tief, mit kurzen Beinen könne man sich an der Rückenlehne gar nicht anlehnen. Durch fehlende Lackierung seien Schweißabdrücke zu sehen, Holzsplitter beschädigen Kleidung und dringen in die Haut. Sie wollen wissen: Was hat eine dieser Bänke gekostet?


  • Wann werden die bisherigen wohnortnahen Versorgungsflächen mit Glas- und Papiercontainern wieder hergestellt?



[Bearbeiten] Antworten auf die Anfragen

...gab es zur Stadtverordnetenversammlung Juni 2011#Demokratische Entscheidungen Spielplatz Hirtsrain sie sind dort komplett nachzulesen.



[Bearbeiten] Material



[Bearbeiten] Molkereigelände

Aktuelles
Planung 2009
Postkarte um 1900

Vorhabenbezogener Bebauungsplan 166 - Dalberg-Arkaden [3]

komplette aktuelle Pläne hier


Nächste Schritte zur Realisierung des Projektes

Ausschuss für Bauwesen, Stadtplanung, Wirtschaft und Verkehr

Termin: Donnerstag, 29. April 2010, 18:00 Uhr

Ort: Stadtschloss

Kurfürstenzimmer

Schlossstraße

36037 Fulda

Vorhabenbezogener Bebauungsplan der Stadt Fulda Nr. 166 „Dalberg-Arkaden“, Bericht über die erneute Offenlage des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes

Bericht über die Sitzung in der Fuldaer Zeitung:

Sinn und Zweck der Sitzung wurde von der Redakteurin überhaupt nicht verstanden. Es ging um die Offenlegung der Pläne und die Bürgereinwände. Die Steuerungsgruppe bestehend aus ausgewählten Bürgern wollte nicht die Option auf ein weiteres Geschoss, Anlieger bemängelten, dass in der verkehrsberuhigten 30ger Zone Brauhausstraße Zu- und Ausfahrten entstehen sollen. Den Einwänden wurde nicht entsprochen, sie wurden nicht einmal komplett verlesen, die Pläne vorher nicht vorschriftsgemäss veröffentlicht


Am Rande des Fuldaer Innenstadtbereiches liegt das etwa 10 000 qm große Grundstück der ehemaligen Molkerei Fulda-Lauterbach.

Ende 2004 verließ die STARMILCH-Gruppe das Gelände, die Mitarbeiter mußten nach Hungen wechseln. Seitdem stehen die Gebäude nun leer.

Der Immobilienmarkler Georg Sticherling mit seiner Firma Realto Projektconsult versuchte es zu vermarkten.

Es gehört zum Entwicklungsgebiet Südliche Innenstadt, für das bereits ein "masterplan" erstellt wurde.

Die Fuldaer Zeitung vermeldete am 11.03.2006: Es gebe bereits Interessanten aber: Die gebotenen Preise passen noch nicht mit dem Baurecht und dem erwarteten Verkaufspreis zusammen. [4]

Der Bauausschuss wurde am 26. Juni 2006 mit der Mitteilung überrascht, man habe erreicht, dass Fulda in das Programm des Stadtumbau West (ein Programm ähnlich dem Stadtumbau Ost, in den neuen Bundesländern) aufgenommen sei.

In diesem Kontext würde das Gebiet erweitert und die Vorarbeiten seien bereits soweit fortgeschritten, dass man Voruntersuchungen für den Sanierungsbedarf für den Bereich "Florengasse" beginnen will. Ein Beschlussvorschlag für die Stadtverordnetenversammlung wurde vorgelegt.

[Bearbeiten] Der Verkauf

Bereits am 27. Juni fanden Anwohner des Molkereigeländes, die einen etwas versteckten Parkplatz nutzten, an ihren Wagen einen nicht unterzeichneten Handzettel

Parkverbot

Beginn der Bauarbeiten

29. Juni 2006

Falschparker werden auf

eigene Kosten abgeschleppt


Am Morgen des 29. Juni wurden Parkhindernisse von Arbeitern der Firma Kropp - Großenlüder aufgestellt.

Man munkelt der Bauunternehmer und Investor Willi Kropp habe das Areal aufgekauft.

Der Geschäftsführer der Mediana Gruppe Dr. Stefan Arend ist sein Schwiegersohn

Die LINKE.Offene Liste gibt ihre Informationen an die Presse, es folgt eine Bestätigung des Eigentümers, dass in dieser Woche der notarielle Vertrag unterzeichnet wurde. Es ist wahrscheinlich, dass dies mit der Bauausschußsitzung vom 26.6.06 zusammenhängt, auf der Tagesordnung war der Beginn der Voruntersuchungen Florengasse Sanierungsgebiet Florengasse und das gesamte Thema Südliche Innenstadt.

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung

In der Stadtverordnetenversammlung im Juli 2006 wurde das Gebiet per Beschluss für den Bereich "Südliche Innenstadt" Fulda förmlich festlegt. Der Beschluss erschien ohne viel Aufhebens auf der Tagesordnung II, da er in den Ausschüssen bereits ohne Gegenstimmen beschlossen wurde.

Das Gebiet ist in die Fördermaßnahmen aus dem Landesprogramm "Stadtumbau in Hessen" und dem Bund-Länder-Programm "Stadtumbau West" aufgenommen.

[Bearbeiten] Vermietungsschilder sind entfernt

Im Mai 2007 sind die Schilder, die Infos zur Vermietung des Areals enthielten entfernt. Während die Ratten auf dem Grundstück toben und Jugendliche das Areal als Abenteuerspielpaltz entdeckt haben, besucht der Wachdienst allabendlich routinemäßig das Gelände.

Wie man hört, lagern noch sehr viele Rückstände aus dem Molkereibetrieb in den Gebäuden.

Nach unbestätigten Informationen sollte mit dem Abriss der Molkereigebäude ab 1. Juni 2007 begonnen werden. Doch bis kurz nach der Landtagswahl im Januar 2008 blieben die Gebäude stehen. Mehr zu Großflächenplakaten und Fuldaer Gestaltungssatzung hier Wahlkuriositäten

[Bearbeiten] Vorstellung der Pläne

Am 2. Februar, kurz nach Beginn der Abrissarbeiten stellt die Fuldaer Zeitung den Plan für den Neubau vor (nachzulesen hier). Die Pläne weisen ein großes Einkaufszentrum mit Glasfassade und ein Parkhaus in der Brauhausstraße aus. So war dies im "masterplan" nicht vorgesehen. Diese Vorgabe lässt im Detail Spielraum, beinhaltet aber kleinflächige Büros, Wohnen und Läden mit Aufenthaltsqualität im Quartier. Anwohner sind auch besonders entsetzt über das klotzige Parkhaus. Dennoch läßt sich Ob Möller so zitieren: Es war ein kontinuierlicher Informations- und Diskussionsprozess. Und jetzt können wir auch aus Sicht der Stadtbaurätin sagen: ,Das tragen wir mit.‘ Denn wir sehen an diesem prominenten Platz eine zusätzliche Chance, die Innenstadt attraktiver zu machen.

Pikant ist: Nur wenn sich der Bauherr an die Masterplanung hält ist kein zusätzliches Bebauungsverfahren notwendig. Er will sich offensichtlich nicht daran halten.

[Bearbeiten] Masterplan oder alle Macht dem Investor?

Darstellung folgt in Kürze


[Bearbeiten] Der Abriss

Am 28.1.2008, dem Tag nach der Landtagswahl begannen die Abbrucharbeiten.

Im Bild zu sehen das Entfernen von Platten, per Hand in weißen Schutzanzügen. Anlieger vermuten Asbestplatten, osthessennews berichtet [5] am nächsten Tag kommt die Entwarnung [6]. Es wird deutlich, es wird "entkernt" eine Abrissgenehmigung liegt nicht vor. Man prüfe noch die Abrissgenehmigung, und warte eine Stellungnahme des Schadstoffkatastern beim Regierungspräsidium ab. Der Abriss der betreffenden Halle wurde unterbrochen und als letztes Gebäude ist es noch Mitte März vorhanden.

Auch am 17.2.2008, als das Bild (rechts) entstand steht die Halle noch, wo Anwohner Asbest vermutet hatten.

















[Bearbeiten] Sprengung des Schornsteins

Während im Fuldaer Stadtschloss die Frauentagsveranstaltung eröffnet wurde (Festvortrag: "Weiblichkeit im Bewußtseinszeitalter") versammelten sich zahlreiche Schaulustige im Parkhaus und angrenzenden Straßen, um dem Schauspiel der Sprengung der Schornsteines beizuwohnen. Das Foto zeigt die Stelle wenige Sekunden nach der Sprengung.

Schön dokumentiert die Fuldaer Zeitung und osthessennews die Sprengung:

  • Fuldaer Zeitung: Bericht Fotoserie, Der Fall als Fotomontage [7]
  • osthessennews: Bericht, Fotos und Video [8]


[Bearbeiten] Weitere Abbrucharbeiten von Fachfirmen

Fotos folgen

[Bearbeiten] Presse

  • 2.2.08 „Dalberg-Arkaden“ auf Molkerei-Areal [9]
  • 29.1.08 Entwarnung bei Molkerei-Abriss: "Keine Hinweise auf Asbest" [10]
  • 29.1.08 Ehemalige Molkerei wird abgerissen. Anwohner in Sorge: Asbesthaltig? [11]
  • 1.7.06 Fuldaer Zeitung bestätigt die Information [12]
  • 30.6.06 Fuldainfo veröffentlicht [13]
  • 29.6.06 Unsere Wikiinformation hier
  • 11.3.06: Wohnen, Büros und Handel-Die Vermarktung für das Molkerei-Areal in der Brauhausstraße läuft (FZ) [14]


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